Meine Garden Route

TAG 121 bis 128 – Garden Route

Wer etwas mehr Zeit mitbringt um sich das wunderschöne Land Südafrika anzuschauen, bei dem ist die Garden Route ein Muss. Sie fängt in Kapstadt an und verläuft die ganze N2 bzw. R62 über Oudtshoorn, Mossel Bay, Plettenberg Bay, Knysna, Tsitsikamma Park bis nach Port Elizabeth. Die Route 62 ist hier so etwas wie die Route 66 in Amerika.

Ich war um Neujahr rum für 7 Tage mit dem Auto im Westkap unterwegs.
In Kapstadt angefangen auf die N2 nach Swellendamm und dann hoch nach Norden auf die R62 Richtung Worcester – die Landschaft ist einfach atemberaubend. Man fährt über mehrere Pässe den Berg entlang, sodass es schon fast beängstigend ist, so nah ist man dem Abgrund. Manche sind gebührenpflichtig und als Toll (T) gekennzeichnet.

 

Montag, 6.01. Ankunft nach mehr als 5 Stunden Autofahrt.

oudtshorn (1)

Mein erster Stopp war in Oudtshoorn. Dort habe ich für drei Nächte in der Amber Lagoon gewohnt. Outhshorn ist ein pures Straußenparadis – ihr habt noch nie so viele Strauße auf einmal gesehen. Natürlich gibt es dann auch viele Angebote wie zum Beispiel ein Besuch auf Straußenfarm oder Straußenreiten.

 

Dienstag, 7.01. Cango Caves

Am ersten Tag bin ich zu den 29 km entfernten Cango Caves gefahren – das Wunder von Klein-Karoo. Die Cango Caves ist eine riesige Tropfsteinhöhle und vielen weiteren Steinformationen.
Die Höhle ist die einzige in Afrika, welche man betreten darf und von erfahren Tour Guides geführt wird. Es gibt zwei Varianten von Touren – die Heritage (R80) und die Adventure Tour (R100). Die Heritage Tour dauert ca. 60 Minuten und ist eher für Kinder und ältere Leute geeignet, da diese Tour nur aus Laufen und Treppensteigen besteht. Die Adventure Tour ist etwas teurer, dauert um die 90 Minuten und benötigt ein bisschen mehr körperliche Beanspruchung, da man sich durch schmale Felsspalten quetschen oder sich sonst irgendwie verrenken muss.

Mittwoch, 8.01. Cango Wildlife Ranch
Am zweiten Tag habe ich die Cango Wildlife Ranch besucht – ein riesen Spaß für Jung und Alt.

Die Cango Wildlife Ranch entstand erstmalig 1977 als Cango Crocodile Farm. Jetzt gewehrt die Ranch mehr als 90 u.a. vom aussterben bedrohten Tierarten einen sicheren Unterschlupf, wie z.B. dem Cheetah .wildlife ranch (1)

Der Eintritt für Erwachse beträgt R145 und für R80. Auch hier wird man wie bei den Cango Caves durch das Gelände geführt und mit sämtlichen Informationen gefüttert. Nach der knapp 1-stündigen Führung kann man eigenständig auf Erkundungstour gehen. Das absolute Highlight der Farm ist jedoch , dass man auf Wunsch sogar manche Tiere anfassen und ihnen hautnah begegnen – all das hat natürlich seinen Preis (Fotos sind im Preis inbegriffen)
Zur Verfügung stehen: White Tiger Cubs, Adult Cheetahs, Lemurs, Serval (Katzenart), Snake, Tegu Lizard (Echse), Lorikeet Feet (Papageienart) und sogar Croc Dive in einem Käfig(!).

Ich hätte nicht genug kriegen. Wann bekommt man schon mal so eine Chance?!
Ich habe die White Tiger Cubs angefasst und die Lemuren auf meinem Kopf herumtanzen lassen.

Donnerstag, 9.01. Ostrich Farm
Am dritten Tag und gleichzeitig Tag meiner Abreise habe ich eine Straußenfarm besucht. An diesem Tag dachte ich wirklich, dass der Himmel über mir einstürzt – so laut hat es gekracht und es hat geschüttet wie aus Eimern.

Das habe ich gelernt:
- Der Strauß ist der größte lebende Vogel der Erde.
- Das Gefieder des Weibchens ist braun und hat einen gelblichen Schnabel – das Männchen hingegen
   ist glänzend schwarz-weis mit einem orangenem Schnabel.
- Die ersten paar Wochen ist es unklar, ob es sich bei dem neugeborenen Strauß um ein Männchen
   oder Weibchen handelt, da beide Geschlechter braun-schwarz gescheckt zur Welt kommen.
- Strauße können bis zu 70km/h schnell rennen, jedoch nur auch einer Distanz von ein paar hundert
   Metern.
- Er kann seine Knie in beiden Richtungen knicken (wie ekelig).
- Sein Ruf ähnelt dem Brüllen eines Löwen.
- Strauße können nicht fliegen, da sie zu viel Gewicht haben, obwohl die Flügel recht groß sind. Sie
  benutzen sie zum Halten des Gleichgewichts.
- Gehirn eines Strauß ist kleiner als sein Augapfel.
- Sie hassen Regen.

Weiter ging es auf der N2 durch Wilderness nach Knysna. Auf dem Weg dorthin fährt man atemberaubender Natur vorbei. Diesen Tag habe ich am Strand genossen, denn es war der erste an dem es mal NICHT geregnet hat.
Dann fuhr ich nach Storms River und habe dort im TUBE ‘n AXE Backpacker in einem Safari Zelt geschlafen.

Freitag, 10.01. Bungee Jump

Eine Nacht in Knysa verbracht, ging es auch schon weiter nach Plettenberg Bay zur Bloukrans Bridge. Es ist die höchste Bungee-Brücke der Welt und die Sprünge laufen wie am Fließband. Pro Stunde macht sich eine Gruppe von ca. 10 Leuten bungee (2) auf den Weg zum Sprung (R750). Ich rate JEDEM, ob jung oder alt, wenn derjenige die Garden Route macht – der Bungee Jump ist ein MUSS. Wer es nicht macht wird es bereuen. Warum auch für ältere? Der älteste Mann, der gesprungen ist und auch lebend wieder hoch kam war über 90 Jahre alt.

Die 216 m in die Tiefe geben einem den absoluten Kick. Mein Adrenalin war so groß nach dem Sprung, dass ich gleich einen zweiten gewagt hab – rückwärts.

Samstag 11.01. Knysna Elephant Park
Von Plettenberg zurück nach Knysna. Elefantenreiten war angesagt. Für R885 konnte man hier die Elefanten streicheln, füttern und auf ihren Rücken reiten. Den größten Spaß hatte ich am Füttern. der Rüssel war zwar schleimig und Rüsselgeruch(?) hatte er auch, aber es war einfach so lustig anzuhören wie sie das Fressen einsaugen, wie überdimensionaler Staubsauger.
Ich hatte echt Respekt vor den Tieren. Es war schon ziemlich angsteinflößend wie groß sie doch sind und mit ihren langen Rüsseln und Stöckern rumgefuchtelt haben. Aus purer Belustigung des Personals wurde ich auf den größten und gleichzeitig dickköpfigsten Elefanten gesetzt – Dankeschön dafür.elefant park
Das Reiten hat sich letztendlich als langweilig herausgestellt. Wir sind alle brav hintereinander gelaufen und sobald meiner aus der Reihe getanzt hat wurde rumgemeckert.

Aber sie hören aufs Wort!

Sonntag, 12.01. Safari Tag 1
Was für ein Luxus. Bequemes Bett, eine niemals endende Warmwasserdusche und Essen bis man platzt.
Ich bin in der Game Lodge in Albertina gelandet zur 2-tägigen Safari. Am Tag der Ankunft fand schon am Nachmittag die erste Safari statt. Das Gelände war riesig – fast so als würde es kein Ende geben. Die meisten Tiere leben miteinander wie die Giraffen, der Elefant, die Springböcke, und Cheetahs. Ja, die Cheetahs und die anderen Tiere leben zusammen wie auch in der Wildnis. Die Raubkatze ernährt sich zwar von bereits totem Fleisch, kann jedoch seinen natürlichen Jagdtrieb beibehalten – schlecht für die Huftiere; gut für den Cheetah.

Cheetahs jagen am Tage, deshalb haben sie unter den Augen schwarze Schattierungen, welche
die Sonnenstrahlen absorbieren.

Weiter auf dem Gelände sind wir an einer Herde Büffel vorbei gefahren, gefolgt von den Nashörnern.safari (4)
Nashörner können nur wenige Meter vor sich erkennen, was geschieht, dafür ist ihr Gehör sehr gut. Sie können bis zu 45km/h schnell laufen und können bis zu 50 Jahre alt werden.

Wusstet ihr, dass der Rekord bei der Länge des Hornes eines Nashorns bei 1,60m liegt?

Auf einem zweiten separaten Gelände leben die Löwen. Ich würde die Löwen nicht als Hauskatzen bezeichnen – sie sind wesentlich zahmer als die Cheetahs und ernähren sich nur von bereit toten Tieren. Sollte sich jedoch einer der Springböcke in deren Gehege verlaufen, zögern die Weibchen nicht anzugreifen.
Als das Fahrzeug einige Meter von den Löwen entfernt stehen blieb, wurden wir die ersten Minuten nicht einmal aus den Augen gelassen. Auch hier würden sie nicht zögern anzugreifen, wenn ihnen etwas nicht passt. Sie sind eben doch wilde Tiere, egal wie sehr sie an Menschen gewöhnt sind. Sobald ein für die Raubkatzen fremdes Fahrzeug außerhalb des Geländes zu Nahe gekommen ist, gingen sie gleich in ihre Auf-die -Lauer-Position.

Im Gegensatz zu den Cheetahs sind die Löwen weiß unter den Augen, da sie Nachtaktiv sind.
Dadurch wird das Mondlicht reflektiert und ermöglicht ihnen eine bessere Sich im Dunkeln.

Der Oryx, auch bekannt als Gemsbock, gehört zu den größten der Antilopen Gattung. Seine scharfen und scheinbar so zerbrechlichen Hörner können bis zu 1,50m lang werden.

Wusstet ihr, dass der Gemsbock seinen Angreifer (bis 80kg)ca. 2m in die Luft schleudern
kann?

Natürlich haben wir auch den typisch afrikanischen Springbock zu Augen bekommen – das Maskottchen der Südafrikanischen Rugby-Nationalmannschaft Springboks und davon nicht zu wenig.

Dank ihrer so dehnbaren Sprunggelenke können Springböcke aus dem Stand bis zu 1,50m safari1 (1)
hoch springen, wie auch schon dem Namen zu entnehmen.

Ebenfalls gesichtet wurden: Zebras, Elands, Gnus, Strauße und Giraffen.
Zur Giraffe fällt mir die traurige Geschichte ein die der Tour-Guide erzählt hat. Leider lebt in der Game Lodge nur noch das Weibchen mit ihrem Jungen. Der Vater ist den Abhang runter gerutscht und hat sich dabei mehrmals das Genick gebrochen.

Im großen und ganzen war es ein erfolgreicher Tag mit vielen gesichteten Tieren.

Montag, 13.01. Safari Tag 2
Die zweite Safari fing schon um 7 Uhr Morgens an – viel zu früh! Wie schon am Vortag haben wir wieder die Nashörner gesehen.

Beim Weitererkunden auch Kudus, den Bloukran (Nationalvogel von Südafrika), den Buschbock, und viele weitere Böcke, denen wir auch schon am Vortag begegnen durften.

Versteckt im zwischen den Büschen haben wir ebenfalls den Elefanten sehen können. Leider ist er noch alleine. Derzeit warten die Game Lodge auf einen Gesellen aus dem Krüger National Park.
Der Elefant ist das größte Landtier der Welt. Sein Rüssel besteht nur aus Muskeln. Mit ihm können sie dicke Äste zerbrechen und sogar Stämme heben. Der Rüssel eines Elefanten ist das einzige Werkzeug mit dem er Nahrung oder Flüssigkeit aufnehmen kann.
Dafür, dass der Elefant ein viel zu kleines Gehirn für seinen massigen Körper hat, vergisst er nie.
Wusstet, ihr das Elefanten durch den Tod des Partners an Einsamkeit sterben können?
Sieverweigern jegliche Nahrungsaufnahme, legen sich hin und weinen bis sie schließlich
verhungern.

Tag 2 war weniger spektakulär, da sich das meiste wiederholt hat und ich habe wieder kein Nilpferd gesehen :(

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